Eric Hobsbawm: „Es wird Blut fließen, viel Blut“

 

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Ausgabe 20/2009

Billionen Euro und Dollar setzen die Politiker gegen die Wirtschaftskrise ein. Wissen sie, was sie da tun? Nein, sagt Eric Hobsbawm, einer der wichtigsten Historiker der Gegenwart. Schlimmer noch als die Große Depression, die er vor 80 Jahren in Berlin miterlebte, sei der Zusammenbruch heute. Er hat Angst, dass der Kapitalismus sich über eine fürchterliche Katastrophe rettet. „Eric Hobsbawm: „Es wird Blut fließen, viel Blut““ weiterlesen

Die Würde der Empörer

Neues Deutschland, 30.05.2011 / Feuilleton / Seite 16
Stéphane Hessel

Von Gunnar Decker

Er besucht seine Berliner Verlage. Für den dreiundneunzigjährigen Autor ist das immer eine Gelegenheit zu öffentlichem Gespräch. Gerade war er beim Verlag für Berlin und Brandenburg, in dem das Buch seines Vaters Franz Hessel neu erschienen ist, das immer noch unbedingt lesenswerte »Spazieren in Berlin« aus den 20er Jahren, zu dem er ein Nachwort schrieb; dann ist er beim »Ullstein-Abend« in der Friedrichstraße, um im Gespräch mit Gabriele von Arnim seine hier erschienene Flugschrift »Empört Euch!« vorzustellen. In Frankreich erreichte sie bereits eine Auflage von 1,5 Millionen – in Deutschland 350 000. Da hat jemand den Nerv der Zeit getroffen, die Stelle, wo der bislang verdrängte Schmerz sitzt! „Die Würde der Empörer“ weiterlesen