Tasso

S’Blättle zur Ausstellungseröffnung, 15. August 2014
Ausstellung Zetkin-Haus
Bild1

 

Bild2 Bild3 Bild4 Bild5

 

„Malen war seine Therapie“Im Clara-Zetkin-Haus sind Bilder von TassoAthanasiadis zu sehen – Kosmos von Nachtschwärmern,Kneipengängern und Rotlicht-GeschöpfenDas Leben meinte es oft nicht gut mit Tasso Athanasiadis. Der in Stuttgart geborene Künstler mit griechischen Wurzeln lebte jahrelang illegal, da er sonst zum Militärdienst in der damaligen Militärdiktatur hätte einrücken müssen. Er bewegte sich in der politisch-literarischen Szene des einstigen Club Voltaire und hielt sich mit Kneipenjobs über Wasser. Verarmt und krank begann er in den letzten 10 Jahren seines Lebens zu malen – und überraschte seinen Freundeskreis mit charismatischen Bildern. Unter dem Titel „Das Stuttgarter Kneipenmilieu“ ist eine Auswahl von ihnen bis zum 12. Oktober im Clara-Zetkin-Haus zu sehen.

Schräge Kneipengänger, vom Leben gezeichnete Existenzen und schillernde Geschöpfe der Nacht bevölkern unter anderem den Bilder-Kosmos des im Oktober 2012 verstorbenen Malers. Seine Motive aus dem Kneipenmilieu, aber auch Stadtansichten, Akte oder Strandszenen brachte der Autodidakt in Acrylfarben auf Papier, Pappe oder Leinwand. Beinahe wären die Werke nach seinem Tod im Container gelandet, berichtet Adele Sperandio vom Waldheim-Vorstand, die die Ausstellung nun organisiert hat. Niemand habe Tassos Erbe antreten wollen. „Der Vermieter fand es schade um die Bilder und hat Heidi Schmid angerufen“. Heidi Schmid – gemeinsam mit ihrem Mann Randy Gründerin des Laboratoriums im Stuttgarter Osten – alarmierte wiederum Adele Sperandio vom Waldheimverein und die Bilder wurden gerettet.

Zu Ehren des Künstlers und als Benefizveranstaltung für das Waldheim habe man die Ausstellung organisiert, erklärte Sperandio bei der Vernissage. Die Einführung übernahm Peter Rauscher, ein langjähriger Weggefährte  von Tasso Athanasiadis. Kennengelernt habe man sich in den rebellischen Zeiten des Club Voltaire, in dem beide Stammgäste waren. In der Leonhardstraße 8 gingen damals Perönlichkeiten wie Willi Hoss, Fritz Lamm und Peter Grohmann aus und ein, der heutige Theaterhaus-Intendant Werner Schretzmayer führte im Keller Kabarett auf und Jazzpianist Wolfgang Dauner machte häufig Musik.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Tasso

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s