Rechtsanspruch: ver.di kritisiert beabsichtigte Verschlechterung der pädagogischen Rahmenbedingungen in den Kindertagesstätten

ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – Landesbezirk Baden-Württemberg

Stuttgart, 26. Juni 2013

Rechtsanspruch: ver.di kritisiert beabsichtigte Verschlechterung der pädagogischen Rahmenbedingungen in den Kindertagesstätten

Kurz vor Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz für unter dreijährige Kinder am 1. August 2013 kritisiert ver.di die beabsichtigte Flexibilisierung bei Gruppengrößen und Personalmindeststandards in den Kitas. Kommunale Spitzenverbände und kirchliche Träger haben mit dem Kultusministerium vereinbart, zur Deckung des enormen Fachkräftemangels die Standards bei Gruppengrößen im Krippenbereich zu flexibilisieren, bis zu 20 Prozent der Plätze im sogenannten Platzsharing-Verfahren zu vergeben und den Trägern Handreichungen für einen Fachkräftepool zu geben. Die Vereinbarung soll bis 31. Juli 2015 befristet sein. Damit droht eine weitere Verschlechterung der pädagogischen Standards zu Lasten der betroffenen Kinder, ihrer Eltern und der pädagogischen Fachkräfte. „Rechtsanspruch: ver.di kritisiert beabsichtigte Verschlechterung der pädagogischen Rahmenbedingungen in den Kindertagesstätten“ weiterlesen

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Offener Brief an die Mitglieder der Partei BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

Es reicht!
Parteiaustritt nach 30 Jahren
Die GRÜNEN geben mit „Stuttgart 21“ zentrale Inhalte auf

Letzter Auslöser: Winfried Hermanns Behauptung, S21 sei KEIN Rückbau der Leistung

Stuttgart, 21. Juni 2013

Liebe Mitglieder der GRÜNEN, weiterlesen

Wer ständig lügt …

Wer ständig lügt ….

Wir Projektgegner von Stuttgart 21 haben noch mit jeder unserer Behauptungen im Zuge des nun schon 16 Jahre lang währenden Widerstands Recht behalten. In vielen Fällen hat die Wirklichkeit sogar noch die Befürchtungen übertroffen.

Die folgende Zitatesammlung ausschließlich zu den Kosten von Stuttgart 21 sollte r allemal genügen, hinter der angeblichen Seriosität und Glaubhaftigkeit der Stuttgart 21-Macher die versteckte Betrugsmasche zu entlarven.

Zitate „Wer ständig lügt …“ weiterlesen

Bürgerorientierung, soziale Stadt und grüne Stadt am Fluss

in Nürtingen wurde eine repräsentative Bürgerbefragung durchgeführt als Vorbereitung auf das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK). Bemerkenswert sind folgende Ergebnisse – die erste Zahl zeigt den Istzustand, wie er sich nach Meinung der Befragten darstellt, die 2. Zahl den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger für die Zukunft.

Nimmt man diese repräsentative Umfrage ernst, dann muss sich die Kommunalpolitik gewaltig ändern!

Grüne Stadt am Fluss: 25 %, 64 %,
Stadt zum Wohnen 51 %, 59 %
Bürgerorientierte Stadt: 16 %, 55%
Einkaufs- und Dienstleistungsstadt 21%,55%,
Stadt der Bildung und Kultur: 43%, 52 %

und:

sozial gerechte Stadt: 7%, 43%

Österreichischer Widerstand und Mythos

Zurück aus dem Urlaub – bei Kittners in Dedeniz (Hollerhof) bei Bad Radkersburg! Der Hollerhof liegt im Länderdreieck Österreich- Ungarn- Slowenien. Die Bevölkerung von Dedeniz und der umliegenden Dörfer ist slowenisch.  Der slowenische Bevölkersteil Österreichs siedelt in der Steiermark und in Kärnten – im Burgenland leben Kroaten, Roma und Ungarn. Österreichs ist mehrsprachig und multikulturell.

Durch die Lektüre im Urlaub von Peter Handkes Roman, „Immer noch Sturm“, lernte ich eine neue Seite der österreichischen Geschichte kennen. Der autobiografische Roman beschreibt einerseits die Familie Handkes in Kärnten, anderseits aber auch den Widerstand in diesem Gebiet (in Kärnten und der Südsteiermark). Diese Widerstandsbewegung war die einzige im „Großdeutschen Reich“, die den bewaffneten Widerstand praktizierte. Mit diesem erfüllten die  Partisaninnen und Partisanen als Hauptträger dieses Widerstandes eine Bedingung der Moskauer Erklärung der Alliierten von 1945. In dieser Erklärung heißt es zunächst: „Die Regierungen des Vereinigten Königreiches, der Sowjetunion und der Vereinigten Staaten von Amerika sind darin einer Meinung, dass Österreich, das erste freie Land, das der typischen Angriffspolitik Hitlers zum Opfer fallen sollte, von deutscher Herrschaft befreit werden soll.“ Daraus konstruierten die österreichischen Nachkriegsregierungen einen österreichischen Opfermythos. Sie vergaßen eine weitere Formulierung der Moskauer Erklärung, die da lautet: „Österreich wird aber auch daran erinnert, dass es für die Teilnahme am Kriege an der Seite Hitler-Deutschlands eine Verantwortung trägt, der es nicht entrinnen kann, und dass anlässlich der endgültigen Abrechnung Bedachtnahme darauf, wieviel es selbst zu seiner Befreiung beigetragen haben wird, unvermeidlich sein wird.“ Ironie der Geschichte ist es nun, dass diese Bedingung „selbst zu seiner Befreiung“ beizutragen, von eben dieser hauptsächlich slowenischen Partisanengruppen eingelöst wurde.

Ironie der Geschichte ist es, dass dieser Deutschnationalismus von dem sich Österreich nach 1945 veranschiedet hatte, nicht nur in Kärnten nach 1945 weiter seine unmenschlichen „Blüten“ trieb. Erinnert sei nur an Haider und seine Nachfolger. Auch dies thematisiert Handke in seinem lesenswerten Roman, die Sieger (die Partisaninnen und Partisanen) werden schnell wieder zu den Verliereren der Geschichte.

Hierzu ein Artikel aus der Tageszeitung „Die Presse“:
http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/704638/Wer-sind-da-die-Patrioten