The Story of our Time – Auffrischung für unsere ökonomischen Nöte

Der Ökonomienobelpreisträger gibt Nachhilfe für Politik und Gesellschaft:
Paul Krugman, The Story of our Time, New York Times, 28.3.2013

übertragen von Sabine Tober.

Beginnen wir mit dem wohl wichtigsten Punkt: Die Wirtschaft funktioniert nicht wie ein Privathaushalt.

Familien verdienen, was sie können, und geben so viel aus, wie sie für richtig halten; Wo man sein Geld ausgibt und wo man es verdient, sind zwei verschiedene Dinge. In einer Gesamtwirtschaft aber sind Einnahmen und Ausgaben voneinander abhängig: Meine Ausgaben sind deine Einnahmen, und deine Ausgaben sind meine Einnahmen. Wenn wir beide gleichzeitig unsere Ausgaben drastisch kürzen, sinken auch unsere Einnahmen.

Und genau das ist in der Finanzkrise von 2008 passiert. Viele Leute hörten plötzlich auf, Geld auszugeben, aus eigenem Willen oder auf Druck ihrer Gläubiger; Gleichzeitig gab es nicht mehr viele Leute, die höhere Summen ausgeben konnten oder wollten. Das Ergebnis war ein Einbruch der Einkommen, der dann zu einem Einbruch bei der Erwerbstätigkeit und schließlich zu der bis heute andauernden Depression führte. „The Story of our Time – Auffrischung für unsere ökonomischen Nöte“ weiterlesen

Die Krise war kein Betriebsunfall – Abschlussbericht der Enquete-Kommision – Sondervotum der LINKEN

Sondervotum Bundestagsfraktion Die Linke, SV Prof. Dr. Ulrich Brand, SV PD Dr. Norbert Reuter
Sozial-ökologische Transformation als demokratischen, gerechten und emanzipatorischen Prozess gestalten
1. Einleitung
Die Motive einer grundlegenden Kritik an Wirtschaftswachstum und Bruttoinlandsprodukt als geeigneten wirtschaftspolitischen Bezugsgrößen bzw. Indikatoren für Wohlstand und Lebensqualität sind vielfältig.1 Die Diskussion um die Frage welches Wachstum und welchen Wohlstand wir wollen, hat sich im An-schluss an die globale Finanz- und Weltwirtschaftskrise, die 2007 als US-Immobilienkrise begann und mittlerweile als multiple Krise2 beschrieben wird, immer deutlicher artikuliert. Ein Ausdruck der zuneh-mend wahrgenommenen Widersprüche zwischen gesamtwirtschaftlichem Wachstum und der Entwicklung von Wohlstand und Lebensqualität war die Einrichtung einer Enquete Kommission beim Deutschen Bun-destag im Dezember 2010. „Die Krise war kein Betriebsunfall – Abschlussbericht der Enquete-Kommision – Sondervotum der LINKEN“ weiterlesen

The Jobless Trap – Die Arbeitslosenfalle

Der amerikanische Ökonomienobelpreisträger Paul Krugman zur Wirtschadtskrise, Arbeistlosigkeit:

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Published: April 21, 2013, New York Times

The Jobless Trap – Die Arbeitslosenfalle
( Aus dem Englischen übersetzt von Sabine Tober )
F.D.R. (Roosevelt) hat einmal gesagt, die Furcht selbst sei das einzig wirklich zu Fürchtende. Wenn künftige Historiker aber auf unsere so völlig verfehlte Reaktion auf die
Wirtschaftsdepression zurückblicken, dann werden sie wahrscheinlich nicht die Furcht per se verantwortlich machen. Stattdessen werden sie viel Tadel für unsere führenden Politiker haben, weil die das Falsche gefürchtet haben. „The Jobless Trap – Die Arbeitslosenfalle“ weiterlesen

Kreistagsrede: Zukunftsfähige Leistungsstrukturen der Kreiskliniken

Die Linke, Peter Rauscher, Kreisrat

Kreiskliniken                                                                                                    Kreistag, 18.April 2013

Anrede

mit der Verabschiedung der Eckpunkte und des Modells III des Gutachtens scheint nun für die Kreiskliniken ein zufriedenstellendes Ergebnis in Sicht zu sein. Hierfür möchte ich mich bei allen Beteiligten an den Verhandlungen recht herzlich bedanken.

Der durch die Verhandlungen, das Gutachten und den Eckpunkten aufgezeigte Weg zeigt, dass es eine Chance gibt, die Landkreiskliniken in ihrer öffentlichen Organisationsstruktur zu erhalten, dass wir nicht den Weg gehen, den manche öffentliche Träger gegangen sind, unsere Kliniken zu privatisieren. Das Ziel in den weiteren Verhandlungen muss sein, unnötige Doppelstrukturen abzubauen und ein klares medizinisches Konzept zu entwickeln, um die bisherige Versorgungsqualität den Menschen des Kreises zu erhalten. Mir erscheint das neue Plankrankenhaus Esslingen – Ruit der richtige Ansatz zu sein. Bitter ist, dass am Standort Plochingen die akutmedizinische Versorgung geschlossen werden muss.

Zusätzlich meine ich, dass die bereits angebotene Gesprächsbereitschaft der Filderklinik wichtig ist und wir sollten sie in den weiteren Fusionsgesprächen auch wahrnehmen. Dies gilt vor allem auch für die Notfallversorgung im Filderraum, die die Filderklinik gemeinsam mit Ruit leistete.

Dies sind in Kürze – meiner knappen Redezeit geschuldet – die Chancen und die positiven möglichen Auswirkungen unseres Eckpunktebeschlusses.

Bedenken habe ich dennoch: „Kreistagsrede: Zukunftsfähige Leistungsstrukturen der Kreiskliniken“ weiterlesen

100-Tage-Bilanz von Oberbürgermeister Fritz Kuhn

Pressemitteilung

Zur 100-Tage-Bilanz von Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärt die Fraktion SÖS und LINKE:

Dramatischer Mangel an bezahlbaren Wohnungen für Normal– und Niedrigverdiener, Mietpreisexplosion, fast 20% Armutsgefährdete, Stadtzerstörung durch S21, rücksichtslose Landnahme von Immobilienkonzernen, Feinstaubbelastung und Vorsorge gegen Klimaerwärmungsfolgen u.v.m. – die Liste der von Fritz Kuhns Vorgänger hingenommenen Probleme für die Stadtbevölkerung ist drückend lang.

„Ob Fritz Kuhn die Weichen entscheidend anders stellen wird, ist heute noch nicht sichtbar, niemand kann aber ernsthaft erwarten, dass nach 100 Tagen für all diese Problemfelder ausgearbeitete Konzepte vorliegen – die Messlatte „100 Tage“ ist dafür zu hoch gelegt,“ so Hannes Rockenbauch, Fraktionsvorsitzender SÖS und LINKE. „100-Tage-Bilanz von Oberbürgermeister Fritz Kuhn“ weiterlesen