Presseerklärung: Ist der Bebauungsplan Wörth gefährdet?

Stellungnahme Nürtinger Liste/Grüne zum Wörth-Areal

Ist der Bebauungsplan Wörth gefährdet?
Selbst beim Neujahrskonzert erwähnt der OB in seiner Begrüßungsrede die große Wohnungsnot in Nürtingen und teilt unmissverständliche Seitenhiebe auf die Wörth Kritiker aus, die das Wohnprojekt Wörth in Frage stellen.

In der nächsten Gemeinderatssitzung am 15. Januar soll nichtöffentlich der Verkauf der städtischen Grundstücke an die Siedlungsbau beschlossen werden. Dies trotz der vom Forum Wörth eingereichten Petition beim Landtag von Baden-Württemberg mit stichhaltigen Gründen, die gegen den vorgelegten Bebauungsplan sprechen. Der Geschäftsführer der Siedlungsbau, Herr Krämer, hat umgehend reagiert und geäußert, dass er mit dem Kauf der Grundstücks abwarten möchte, bis über den rechtlichen Ausgang der Petition entschieden sei. Für den OB ist offensichtlich das demokratische Bürgerrecht einer Petition kein Hinderungsgrund für den unverzüglichen Verkauf der Grundstücke.

Großes Ungemach droht dem Bebauungsplan außer durch die Petition auch von anderer Seite, die die gesamte Grundkonzeption des Bebauungsplanes gehörig ins Wanken bringen könnte. Bei einem Neujahrsgespräch zwischen den Grundstückseigentümern der Gebäude Wörthstraße 12 und 14 und dem Fraktionsvorsitzenden der Nürtinger Liste/Grüne Dieter Braunmüller und Waltraud Schmid vom Forum Wörth, ließen die Eigentümer keinen Zweifel aufkommen, dass sie nach wie vor nicht bereit seien, ihre beiden innerhalb des Bebauungsplanes liegenden Gebäude zu veräußern. Dies sei der Stadt von Anfang an bekannt gewesen. Sie seien deshalb stets aufs Neue überrascht, dass bei den Berichten zur Wörthbebauung und den Fotomontagen auf ihre Interessen nicht eingegangen wird. Für sie käme allenfalls eine einzeilige Bebauung mit dem Erhalt ihres Wohngebäudes in Betracht.

Durch die Ausklammerung der Grundstücke Wörthstraße 12 und 14 ist die Umsetzung der Gesamtkonzeption des Bebauungsplanes nicht möglich. Eine durchgängige Tiefgaragenebene kann nicht hergestellt werden und somit ist auch der erforderliche Hochwasserschutz für das Plangebiet nicht realisierbar. Darüberhinaus entfällt auch eine barrierefreie Verbindung und Erschließung der westlichen Bauflächen in Richtung Ruderclubgelände.
Der Bebauungsplan wird nunmehr in eine dreiteilige Bebauung gegliedert: Einen östlichen und westlichen Teil und die dazwischenliegende Bestandsbebauung. Diese Unterteilung führt zu wesentlichen Änderungen bei der Geländeplanung innerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes. Über diese Änderungen, wie auch über den nicht möglichen Erwerb der privaten Grundstücke wurde der Gemeinderat bisher nicht unterrichtet. Hier besteht dringender Informationsbedarf.

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