Ein Minister outet sich

Religion ist seit der Aufklärung Privatsache, dies muss auch für Minister einer grün-roten Landesregierung gelten. Wenn sich aber ein Minister outet, dann ist seine religiöse Haltung nicht mehr Privatsache. und wenn sich ein Minister äußert wie der baden-württembergische Umweltminister, dann wird dies nicht nur peinlich sondern auch politisch. Denn er verbindet seine religiöse Wiedererweckung mit der religiösen Haltung seines „Chefs“.

Nürtinger Zeitung, 5.7.2012:
„Moderator Eckhard Rahlenbeck entlockte Untersteller aber in seinem Podiumsgespräch nicht nur Fachwissen und Standpunkte zu landespolitischen Themen, sondern auch die eine oder andere persönliche Anekdote. So war der Katholik einst aus der Kirche ausgetreten, um nach einem eingehenden Gespräch mit seinem Parteifreund und heutigen Chef Winfried Kretschmann, über dessen Inhalt er sich weitgehend ausschwieg, eilends wieder in deren Schoß zurückzukehren. ‚Er hat zu mir gesagt: Du kannst machen was Du willst, katholisch bleibst du immer‘, erzählte der Umweltminister.“

Diese Aussage geschah bei der folgenden Veranstaltung:

„Politik verständlich machen

Umweltminister Franz Untersteller sprach über „die neue Politik des Gehörtwerdens“

Volles Haus im Nürtinger Martin-Luther-Hof: Umweltminister Franz Untersteller sprach im Rahmen des evangelischen Bezirkskirchentags zum Thema „Die neue Politik des Gehörtwerdens“.

Jetzt ist mir auch klar, was „die neue Politik des Gehörtwerdens“ bedeutet. man hört auf den Chef. Nur, wer ist denn für einen Katholiken der Chef: Bendikt oder Winfried?

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