Bahn und Regierung müssen sich an Gesetze halten!

Presseerklärung:

Presseerklärung: Bahn und Regierung müssen sich an Gesetze halten

Falkner bestätigt: Turmfalke streng geschützt und sehr nützlich

Stuttgart, 7. Mai 2012: Die Parkschützer und Falkner Wolfgang Weller fordern die baden-württembergische Landesregierung zum wiederholten Mal auf: „Ministerpräsident Kretschmann und Landwirtschaftsminister Bonde, setzen Sie endlich durch, dass auch die Bahn sich an Recht und Gesetz hält!“ Wie schon in zahlreichen vorangegangenen Fällen, so versucht die Bahn AG auch mit dem überstürzten Abrissbeginn beim Eisenbahndirektionsgebäude H7, geschützte Tiere aus dem Weg zu räumen, bevor die Belange des Artenschutzes geklärt sind. Am H7 brütet ein Turmfalken-Pärchen, sein Bruterfolg wäre durch weitere Abriss- oder Entkernungsarbeiten gefährdet. Diese Greifvogelart ist laut Falkner Weller streng geschützt, sie ist ein Kulturfolger und fängt Schädlinge wie Mäuse und Ratten. Singvögel stehen nicht auf dem Speiseplan der Turmfalken. Der Wildhüter von der Burg Hohen Neuffen auf der Schwäbischen Alb hat beim heutigen vor-Ort-Termin zu Anschauungszwecken einen Turmfalken dabei, den er aber zum Schutz der Falkenbrut nicht am H7-Gebäude fliegen lässt.

„Die Bahn umgeht den gesetzlich vorgeschriebenen Artenschutz andauernd und systematisch“, kritisiert Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer. „Die Bahn schafft Fakten, vernichtet einfach streng geschützte Tiere und fährt dann ungehindert mit ihrem zerstörerischen Werk fort. Und all das unter den Augen von Ministerpräsident Kretschmann, der von sich behauptet, in seinem politischen Handeln an Recht und Gesetz gebunden zu sein. Wenn Kretschmann seine Aussagen ernst nimmt, müssen er und der zuständige Landwirtschaftsminister Bonde die Bahn endlich in ihre Schranken weisen! Die Politiker dürfen nicht zulassen, dass beim Tunnelprojekt Stuttgart 21 andauernd sämtliche Naturschutzgesetze missachtet werden – und dass die Bahn damit auch noch durchkommt!“

Als zuständiger Minister muss Alexander Bonde beim Eisenbahnbundesamt und dem für die Bahn verantwortlichen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer endlich wirksame Kontrollen und Sanktionen durchsetzen. Ministerpräsident Kretschmann darf diesem Wild-West-Gebaren der Bahn nicht weiter tatenlos zusehen.

Am ehem. Bahndirektionsgebäude (H7) an der Heilbronner Straße gegenüber des Stuttgarter Kopfbahnhofs brütet seit einigen Wochen ein Turmfalkenpaar. Aufgrund von Presseberichten hat die Bahn die Abrissmaßnahmen vorerst ausgesetzt. Turmfalken sind nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Dieser Schutz gilt z.B. auch für Fledermäuse, Juchtenkäfer, Hohltauben, Ringeltauben, verschiedene Spechtarten und andere Vogelarten, die von Parkschützern v.a. im Mittleren Schlossgarten, aber auch an den inzw. abgerissenen Seitenflügeln des Kopfbahnhofs beobachtet wurden. Im Mittleren Schlossgarten wurden von der Bahn Nist-, Jagd- und Schlafquartiere von zahlreichen geschützten Vogel- und Säugetierarten vernichtet, ohne Ausgleichsmaßnahmen dafür bereit zu stellen.

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