Private Sicherheitsdienste

Stadt setzt weiter auf die Männer in Blau

Von „Filder-Zeitung“, aktualisiert am 22.12.2011 um 00:00
Nürtingen Ein privater Sicherheitsdienst sorgt wieder für Ordnung. Von Wolfgang BergerDer Einsatz privater Sicherheitsleute im Sommer hat sich bewährt. Daher beauftragt die Stadt auch im nächsten Jahr einen Wachdienst, der in der Innenstadt Ruhestörungen und der Vermüllung von öffentlichen Plätzen vorbeugen soll. Laut dem Beschluss des städtischen Ausschusses Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft wird auf das Sicherheitspersonal von April bis Oktober jeweils an den Wochenenden zurückgegriffen.Die privaten Ordnungshüter mit ihren blauen Fleecejacken haben während des sechs Wochen dauernden Versuchs von Anfang April bis zur Musiknacht am 7. Mai ihren Posten bezogen. „Weder im Umfeld der Kreuzkirche und der Stadthalle noch auf dem Schulhof des Max-Planck-Gymnasiums gab es in dieser Zeit Probleme“, erklärte Walter Haußmann von der Gebäudewirtschaft Nürtingen. „Dies hat sich in den Sommermonaten ohne Wachdienst leider zum Negativen verändert“, sagte er im Ausschuss. Matthias Lipp, der Leiter des Nürtinger Polizeireviers, trat Befürchtungen entgegen, Nürtingen könnte sich zu einem Brennpunkt der Kriminalität entwickeln.

Die Polizei würde gegensteuern, sollten sich solche Tendenzen zeigen. Davon abgesehen sagte Lipp: „Wir sind meilenweit von Verhältnissen wie beispielsweise in größeren Städten wie Stuttgart oder Freiburg entfernt. Ich mache mir keine Sorgen, Sie leben in einer sicheren Stadt“, beruhigte der Polizeichef Matthias Lipp die Ausschussmitglieder.

Der Revierleiter lobte die Zusammenarbeit zwischen der Polizei, dem Sicherheitsdienst und den Nachtwanderern. Letztere sind eine Gruppe von geschulten Freiwilligen, die in der Innenstadt auf auffällige Jugendliche und junge Erwachsene zugehen, um ihnen ins Gewissen zu reden.

Laut dem Oberbürgermeister Otmar Heirich ist die Beauftragung der privaten Sicherheitsfirma als „Prophylaxe“ zu verstehen. „Es gibt überhaupt keinen Grund zur Sorge“, betonte der Verwaltungschef. Andererseits gelte die Devise „wehret den Anfängen! Die Menschen fühlen sich durch den Sicherheitsdienst subjektiv sicherer.“

Peter Rauscher (Nürtinger Liste/Grüne) stimmte wie Achim Maier (Junge Bürger) gegen den Einsatz der Wachmänner. Er merkte an, dass mit einer besseren Aufenthaltsqualität eine höhere soziale Kontrolle verbunden ist. Damit steige auch die Sicherheit. „Wir haben die Aufgabe, den öffentlichen Raum so zu gestalten, dass die Polizei dort überflüssig wird“, meinte Rauscher in der Diskussion.

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